hyänen

allesamt hyänen gewesen. allesamt. ihr hysterisches lachen schallte durch die fahle nacht, die verwesten knochen zermahlten sie zwischen ihren gehässigen zähnen. knack, knack, knack. eine hyäne träumte von aufrichtigkeit und dachte es sei was anderes. eine andere träumte von verrat und dachte es sei liebe. die letzte träumte vom sieg und dachte es sei stärke. doch schlussendlich träumten sie, und das machte sie zu diesen verletzlichen wesen, denen ich nur ein mildes lächeln schenken konnte, wenngleich  ich den hyänenspeer phantomschmerzartig in meiner faustspürte. doch in ihrem gegacker lag so viel menschlichkeit, dass es mir schwerfiel, ihnen ein ende zu setzen. sie waren menschlicher als wir. und das tat mir sehr leid für sie. und die irrtümer, denen sie unterlagen, welche für sie linderungbedeuteten und die verachtung aus mir herauskitzeln wollten, die irrtümer ließen mich so ein großes mitgefühl empfinden, als hätte ich diese hyänen geboren, als hätte ich sie geformt aus meinem eigenen fleisch, als hätte ich sie mir aus den rippen geschnitten, die meine organe schützten. es tat mir weh, dass sie um ihre hässlichkeit nicht wussten, tat mir weh, dass sie so unvorbereitet waren einem anderen gegenüber, der keine wärme empfinden könnte bei ihrem grotesken anblick. sie erinnerten mich an medusa, als seien sie höchstpersönlich ihrer brustentsprungen, wie es einst pegasus tat, trauriger pegasus mit gebrochenen gelenken. medusa, die gestrafte, für das leid, welches ihr widerfuhr. medusa, griechische schwester von do’kamissa, büffelfrau, hexe, geplagte von der liebe zum vater, der sie verstieß. ihre seele suchte nur ihn und meinte, ihn im moor zu finden. wenn die luft nichtmehr bis zur lunge kommt und es ein bisschen dämmrig wird vor augen, ja, das muss wohl die umarmung eines vaters sein, es kommt zumindest am nächsten heran an diese vorstellung. schmerz ist normalität in dieser liebe, diese konstante angst vor verlust. torment, sagt man im englischen. treffender kann man es nicht ausdrücken.

ich dachte mal, ich hätte eine gefährtin, eine gepardin, mit tiefen schwarzen furchen im gesicht, jadetränen einer versunkenen liebe. nur bei nacht kam sie zu mir, dort, wo der mond sein voyeuristisches, von der sonne geklautes licht nicht hinwarf. der verrat lag nicht darin, dass sie eines tages nicht wiederkam. der verrat lag darin, dass ich im morgengrauen versuchte, ihre spuren zu lesen, diese spuren aber an die pfoten einer hyäneerinnerten. der verrat lag auch darin, dass ich sie trotzdem gern bei mir gehabt hätte. trotzdessen. doch in all ihrer miseriebewahrte sie mich durch ihre scham vor dem, was gift ist für unsereins: sich mit lügen zufriedengeben. und sie musste lügen, es lag in ihrer natur. meine kleine, kleine, hättest du mir doch nur deine wahre fratze offenbart, es wär mir einem engelsgesichtgleichgekommen. dein verlust ist mein gewinn. ich wünschte dennoch, es wär umgekehrt.die hyänen zermahlten verweste knochen mit ihren halbstarken kiefern. mein phantomschmerzartiger hyänenspeer fühlte sich inzwischen an wie eine granate. selbstmordkommando. der zünder liegt in meinem herzen begraben. zu ihrem glück kann ich es heute nicht finden.

nadin celovic

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Where do I start?
I have thought so long and hard about what I want to write about. So long I was all out of ideas, only to find something at a time when my head was suddenly filled with a million ideas.
Then I asked myself, which topic has recently occupied me the most? To my surprise, the answer was right there the whole time.
Calmness, I wanted to write about calmness.
If you give yourself a second to think about everything without rushing your thought process, there’s a sense nothing will get done. Suddenly everything starts coming at you, what happens then?
 That’s when I quickly noticed what is missing: serenity.
With every huge change that has taken place at different stages in my life, I notice how much I miss the feeling of calmness.
What are the facets of serenity for me? There are several. 
The breakthrough, confusion, allowance, centre, hold, connect and secure.
Breakthrough-I first try to break through the confusion. Despite hours of despair, despite confused thoughts and situations, I gain the confidence that was previously lacking in order to create a sense of urgency that everything must be solved immediately at once.
Allowance-  Let serenity allow things to rest and thus to be able to reach a sense of closure. Serenity allows mistakes, imperfection and doubt. However the decisive moment for me here is the allowance gets me to a neutral space for reflection.
Centre-Serenity centres my mind on my needs and wishes, which are relevant in the here & now.
Holding-Hold this feeling to the end and  take confidence in it and trust that the sentiment will last.
Connects-
Serenity connects. If I want to hold something convulsively, then it doesn’t work.
For me these aspects are the coexistence of different facets that make up serenity. Not everything will be equally important, so one should prioritise given the occasion. Each individual situation will decide what is needed.
Where I am at the moment? I am rebooting, to strengthen and gain allowance to trust in myself and in my needs. To take my thoughts and feelings seriously and to give me more time.


Marie von Ebner-Eschenbach once said :
Serenity is a graceful form of self-confidence.
I have thought about this quote for a great deal of time & used it to reflect on my own experiences and question certain things.
Why have I lost my composure ? Why is it more difficult for me now than before?
I found the answer to her quote.
My self-confidence has changed, it is crumbling.
I hold on desperately to what is not in my power.  I want to accelerate in ways which are not possible yet. I’m taking things personally and not focusing on myself properly whether it be my self-image or being highly conscious of how I interact with others. Things become more demanding, stricter and more critical, as well as more insecurities.
However, that’s when I decide to take why I take a facet of serenity with me: it secures me.

Music: Rhye with the album Woman.